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    Jürgen HubertJ
    Hier ein Beitrag zur deutschen Geschichte: Der erste Band des "Deutschen Kolonial-Lexikons", herausgebracht 1920 von der Deutschen Kolonialgesellschaft.Es geht schon mal gut los mit der Widmung:"DEM DEUTSCHEN VOLKmit dem heißen Wunsch, daß unser Vaterland bald zu erneuter Größe wiedererstehen und seine mit so gutem Erfolg begonnene Kulturarbeit über See wieder aufnehmen möge"Die Deutsche Kolonialgesellschaft und verwandte Organisationen (wie zum Beispiel die Kolonialpfadfinder) versuchten die Idee des deutschen Kolonialismus in Übersee aufrecht zu erhalten, aber sie verloren im Dritten Reich zunehmend an Einfluß, da die Nazis viel mehr am Kolonialismus in Osteuropa interessiert waren (eine Idee, die nicht neu war - sie war bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert weit verbreitet.) Und wie wir wissen, hatte das für Osteuropa ähnlich verheerende Folgen wie der Übersee-Kolonialismus der europäischen Nationen.#Geschichte #Deutschland #Kolonialismus https://archive.org/details/bub_gb_jYszAQAAMAAJ
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    Jürgen HubertJ
    Ich habe manchmal den Eindruck - und bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege - dass im #Antifaschismus der Umgang mit #Geschichte sich hauptsächlich auf die Kritik an dieser beschäftigt. Für Deutschland ist das zum Beispiel die Kritik am Dritten Reich, die Kritik am #Kolonialismus , und so weiter.Und während solche Kritiken und Analysen natürlich sehr wichtig sind, ist es ein Problem wenn man sich _ausschließlich_ auf diese negativen Aspekte der deutschen Geschichte fokussiert - denn dann überlässt man die Hoheit über die "positiven Aspekte" der deutschen Geschichte den Konservativen und #Faschisten , die dann daraus eine Disneyland-Wunderwelt im Stile von Leni Riefenstahl machen - eine Verkitschung der deutschen Geschichte, und das haben die Menschen vergangener Jahrhunderte auch nicht verdient.Ein gutes Beispiel dafür ist meine Sagenforschung, welche mir einen guten Einblick in die Geisteswelt der Landbevölkerung vergangener Jahrhunderte gibt. Und klar, viele der Ansichten der damaligen Zeit waren schrecklich - der sehr offensichtliche #Antisemitismus ist dafür wohl das beste Beispiel.Aber auch wenn es falsch wäre, diese negativen Aspekte auszublenden - sie sind nur ein Aspekt von vielen, und viele andere Aspekte verdienen unseren Respekt und unsere Empathie.Viele Themen sind uns trotz der Trennung von vielen Generationen nur wohlbekannt. Armut, Ausbeutung und Unterdrückung durch die Obrigkeit, Herzschmerz, und Schicksalsschläge. Die Geschichtenerzähler von damals versuchten all diese Themen zu verarbeiten und ihnen einen Sinn zu geben - und tuen wir heute nicht genau dasselbe, auch wenn sich unser kulturelles Umfeld gewandelt hat? Es sind die Leiden und Triumphe der einfachen Bevölkerung, um die es in den meisten Sagen und Legenden geht - die Bauern und Schmiede, Köhler und Schneider, Hausfrauen und Handwerker. Und wir sollten den Menschen von damals, die genauso wie wir versuchen, irgendwie durch das Leben zu kommen, auf Augenhöhe zu begegnen.Und was machen die #Nazis daraus? Kyffhäuser-Legenden. "Helden-Epen" wo Ritter in strahlender Rüstung gegen "den Feind" stellen, ihn niederstrecken, und "Ruhm und Ehre" für ihr Land und ihre Meister ernten. Ja, solche Geschichten gibt es auch, aber sie machen nur einen Bruchteil der deutschen Sagen und Legenden aus - aber solange wir den Nazis die Deutungshoheit über Sagen und Legenden überlassen, sind es diese Geschichten die weitererzählt werden.Und das ist nur ein Beispiel der Geschichtsschreibung. Faschisten fokussieren sich bei der Neuerzählung der Geschichte auf die "Großen Männer" deren "Wille zur Macht" alles untergeordnet sind. Wir sollten uns diesem entgegenstellen - in dem wir den Fokus auf die "einfache Bevölkerung" legen, und ihre sympathischen Elemente betonen.https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Deutschlands